Am Zusammenfluss der Bäche Divisovsky und Sedlecky, welcher zwischen den Ortschaften Horní und Dolní Dobřejov entspringt und mehr als 11 Kilometer weiter fließt, steht eine einsame Mühle die Strnadsky (heute Strnadovsky) Mühle, welche ihren Namen nach einem ehemaligen Besitzer trägt. Sie wird bereits im 16. Jahrhundert erwähnt. Als 1539 Gebrüder Růt von Dírná den Gut von Jesenice verkauften, bekam der Käufer auch ein Stück Bach über der Strnadsky Mühle. Dies sei der Beweis, dass es die Mühle bereits zu dieser Zeit gab. Sie wurde mit Wasser getrieben, hatte zwei Räder, 15 HP Wasserkraft und seit ewig gehörte sie zu der Ortschaft Vrovice
Nordöstlich von Dobroovice über dem Sedlecky Bach auf einer gestreckten Anhöhe, welche von zwei seitlichen Tälern steigt und sich zum Westen in Jesenice Tal senkt, liegt der malerische Gut Vrovice. Hier erstreckte sich bereits im 11. Jahrhundert ein Dorf, welches von einem Vrovitzer gegründet wurde. Nach seinem Geschlecht trug es zuerst den Namen Vrovici, später Vrovice.
Vrovice gehörte zur Burg Zvěřinec und ist im 15. Jahrhundert an die Famile Růt von Dírná übergangen. 1599 verkaufte Anna von Říčany, geboren von Skuhrov, Vrovice mit der Mühle an těpán Jiří von Sternberg und dadurch ist Vrovice zu Smilkov übergangen. Da Vilém der jüngere am Ständeaufstand gegen König Ferdinand mitmachte, wurde ihm 1623 Vrovice konfisziert und mit seinem ganzen Vermögen zusammen an Albrecht von Valdstein verkauft, welcher sie in demselben Jahr dem Grafen Sezima von Vrtba überließ. Seit 1697 gehörte dann Vrovice zum Gut von Prčice. Zu dieser Zeit gab es in Vrovice außer einem Meierhof noch 3 Schöffenhöfe und ein Bauernhaus. Die Herrschaft von Prčice hat sie gekauft, niederrissen und den Boden dem Meierhof angeschlossen. So ist das altertümliche Dorf Vrovice vorübergegangen.
Jakub Krčín hat am 20. Januar 1580 die Ortschaften Sedlčany und Křepenice mit zugehörigen Dörfern gekauft. Mit der Zeit hat er noch andere Dörfer gekauft und wurde so nach den Lobkowitzern die zweitreichste Herrschaft in der Region. Er hat in Křepenice eine Festung und in Obděnice ein Schloss gebaut und bei all seinen Gütern hat er Teiche gegründet. Er war auch Patron von 4 Kirchen. Er ist im Jahre 1604 gestorben und hat 5 Töchter hinterlassen.
Am Ende des 19. Jahrhunderts hat die Eisenbahn dieser Gegend ausgewichen, was zur Folge hatte, dass sich hier fast keine Industrie entwickelt hat. Die Natur im Jesenice-Tal an der Grenze des Votice-Berglandes (Böhmisches Sibirien) und Březnice-Hügellandes ist dadurch im guten Zustand erhalten geblieben. Die ökologische sowie die demographische Ausgewogenheit bilden also eine gute Voraussetzung für ein ruhiges und sauberes Milieu, welches zu beinahe allen Erholungsformen geeignet ist.